von Seborrhö-Antlitz » 21.08.2026, 16:33
Telegrammstil:
Kann nicht kommen. Stop. Tut mir leid. Stop. Beste Grüße, dein Kevin-Justin. Stop.
Knapp, aber verbindlich:
Lieber XY,
ich habe mich sehr über deine Einladung gefreut; umso ärgerlicher ist es für mich, dass ich dir leider absagen muss. Es passt terminlich überhaupt nicht. Ich hoffe, ihr lasst es euch auch ohne mich gutgehen. Feiert ordentlich, das darf und muss ab und zu mal sein!
Herzliche Grüße
Dein Kevin-Justin
Wortreich, mit literarischen Anspielungen:
Mein lieber XY,
"Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral" - diese wundervoll wahren Zeilen des unvergessenen Bert Brecht kamen mir stante pede in den Sinn, als ich Deinen lieblichen Brief geöffnet und Deine hochgeschätzte Einladung gelesen. Der zweite Gedanke galt - wie so oft - Goethes Faust: "Du siehst, mit diesem Trank im Leibe, bald Helenen in jedem Weibe!" Ja, Essen und Trinken hält bekanntlich Leib und Seele zusammen. Beides wird es auf Deiner Feier sicherlich im Überfluss geben: Geistige Getränke aller Couleur werden fließen wie Milch und Honig im gelobten Land; mit fleischlichen Genüssen wirst Du Deine Gäste verwöhnen wie dazumal Casanova seine Gespielinnen - und das selbstredend halal!
O wie gern würde ich Deiner Party beiwohnen wie der zuletzt Genannte seinen schönen Mätressen, doch ein missgünstiges Schicksal hat es anders wollen.
Du wirst mir vielleicht erst kaum glauben, doch es fallen gleich vier Termine auf jenen schicksalhaften Tag, vier Termine, von denen ich zu meinem tiefsten Bedauern zwei bereits abgesagt. Deine wundervoll geplante Feier ist nun der dritte im Bunde, was mir unendliche Seelenschmerzen verursacht, da ich befürchte, Dir durch meine Absage Leid zuzufügen, ohne dies freilich zu wollen. Denn der vierte Termin ist unausweichlich und steht fest wie einst der Koloss von Rhodos: Es ist der Abend der Beerdigung meines geliebten Zwerghamsters Maja! Du siehst,
die mächtigen und gestrengen Eumeniden haben ihren Ratschluss gefällt - und wer bin ich, ihnen Widerworte zu geben!
In der Zuversicht, dass Dich und mich mehr verbindet als nur das gesellige, alkoholgetränkte Beisammensein, verbleibe ich,
Deiner stets mit höchster Wertschätzung gedenkend,
Dein Kevin-Justin
Telegrammstil:
Kann nicht kommen. Stop. Tut mir leid. Stop. Beste Grüße, dein Kevin-Justin. Stop.
Knapp, aber verbindlich:
Lieber XY,
ich habe mich sehr über deine Einladung gefreut; umso ärgerlicher ist es für mich, dass ich dir leider absagen muss. Es passt terminlich überhaupt nicht. Ich hoffe, ihr lasst es euch auch ohne mich gutgehen. Feiert ordentlich, das darf und muss ab und zu mal sein!
Herzliche Grüße
Dein Kevin-Justin
Wortreich, mit literarischen Anspielungen:
Mein lieber XY,
"Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral" - diese wundervoll wahren Zeilen des unvergessenen Bert Brecht kamen mir stante pede in den Sinn, als ich Deinen lieblichen Brief geöffnet und Deine hochgeschätzte Einladung gelesen. Der zweite Gedanke galt - wie so oft - Goethes Faust: "Du siehst, mit diesem Trank im Leibe, bald Helenen in jedem Weibe!" Ja, Essen und Trinken hält bekanntlich Leib und Seele zusammen. Beides wird es auf Deiner Feier sicherlich im Überfluss geben: Geistige Getränke aller Couleur werden fließen wie Milch und Honig im gelobten Land; mit fleischlichen Genüssen wirst Du Deine Gäste verwöhnen wie dazumal Casanova seine Gespielinnen - und das selbstredend halal!
O wie gern würde ich Deiner Party beiwohnen wie der zuletzt Genannte seinen schönen Mätressen, doch ein missgünstiges Schicksal hat es anders wollen.
Du wirst mir vielleicht erst kaum glauben, doch es fallen gleich vier Termine auf jenen schicksalhaften Tag, vier Termine, von denen ich zu meinem tiefsten Bedauern zwei bereits abgesagt. Deine wundervoll geplante Feier ist nun der dritte im Bunde, was mir unendliche Seelenschmerzen verursacht, da ich befürchte, Dir durch meine Absage Leid zuzufügen, ohne dies freilich zu wollen. Denn der vierte Termin ist unausweichlich und steht fest wie einst der Koloss von Rhodos: Es ist der Abend der Beerdigung meines geliebten Zwerghamsters Maja! Du siehst,
die mächtigen und gestrengen Eumeniden haben ihren Ratschluss gefällt - und wer bin ich, ihnen Widerworte zu geben!
In der Zuversicht, dass Dich und mich mehr verbindet als nur das gesellige, alkoholgetränkte Beisammensein, verbleibe ich,
Deiner stets mit höchster Wertschätzung gedenkend,
Dein Kevin-Justin